Warum lesen wir immer häufiger von Storytelling? – Dazu muss man ausholen: Wir leben in einer Zeit der völligen Reizüberflutung! Täglich prasseln bis zu 10.000 Werbebotschaften auf jeden von uns ein und – ganz ehrlich – irgendwie haben wir es alle satt. Wir zappen weiter, wenn der Werbeblock beginnt, oder streamen gleich auf Netflix & Co. unsere Serien. Wir lästern über Zeitschriften mit hohem Werbeanteil, der „Keine unadressierte Werbung“-Aufkleber am Postkasten schützt uns vor lästiger Werbung in Papierform. – Der Ausweg für die Werbebranche heißt: Stories erzählen

Gute Geschichten für’s Herz und Umsatz?

Klassische Werbung ist ein Grundrauschen, an das wir uns gewöhnt haben. Was uns aber noch immer fesselt, ist der Zauber gut erzählter Geschichten. Storytelling nennt es das Marketing, weil’s besser klingt.

Nicht nur im Marketing hat das Erzählen guter Geschichten massiven Erfolg. Wirft man einen Blick auf die gesamte Entertainment-Landschaft, stößt man auf Erfolgsserien wie „Game of Thrones“ und Buchreihen wie „Harry Potter“. – Diese Formate setzen erfolgreich auf Storytelling. Sie sind eine Art neue Interpretation von Grimms Märchen und entführen uns in eine Welt fantasievoller Geschichten! Und mal ehrlich: Wir lieben es!

Im Grunde setzt die Marketing-Branche mit Storytelling auf genau diesen Mechanismus „für’s Herz“ und generiert damit wesentlich raffinierter und direkter Umsätze als mit klassischer Werbung.

Was Storyteller stets beherzigen müssen

Nicht alles Geschriebene ist Storytelling! Gerade lesen Sie eine Erzählung (Narative) zu Storytelling, aber keine klassische Story. 😉 Warum? Weil Storytelling folgende Merkmale aufweisen muss:

  • Storyteller müssen Emotionen wecken: Es reicht nicht aus, einfach Fakten und Zahlen in einen Text zu packen. Für erfolgreiches Storytelling müssen Kunden auf der emotionalen Ebene angesprochen werden .
    Der emotionale He-Man verbreitet Emotion.

    Beherzt ans Storytelling

    Werden Emotionen geweckt, bleiben auch die damit verbundenen Fakten wesentlich länger in unserem Gedächtnis. Dies zeigen zahlreiche Studien. Die Verknüpfung von Emotion und Gedächtnis wird von Storytellern bewusst genutzt.

 

  • Es muss einen Helden geben: Jede Geschichte braucht einen Helden/eine Heldin! Was in Hollywood seit Jahrzehnten das Erfolgsrezept ist, wird nun auch im Marketing bewusst genutzt. Der Hauptakteur in einer Geschichte kann ein Mitarbeiter, ein Kunde etc. sein – Hauptsache und besonders wichtig: Die Geschichte wird rund um diese Hauptperson erzählt.

 

  • Ein Konflikt macht das „Story-Kraut“ fett: Damit wir Geschichten tatsächlich spannend finden, muss es für den Helden/die Heldin einen Konflikt geben, welcher überwunden wird und die Geschichte zur positiven Wendung bringt. Genau dieses Merkmal löst die notwendigen Emotionen beim Rezipienten aus.

Erzählung vs. Storytelling

Muss es wirklich immer Storytelling sein? Die meisten Inhalte im Marketing sind noch immer Erzählungen und keine Stories. Das ist auch völlig in Ordnung so. Blogs (wie eben dieser von HO Kommunikation) werden äußerst effektiv mit dem Textformat der Erzählung befüllt. LeserInnen erwarten informativen und fokussierten Inhalt zu spezifischen Themen. Marketer tun sich bei Stories vor allem mit dem „Konflikt“ schwer. Im Marketing ist immer alles eine „Herausforderung“ und niemals ein „Problem“ oder „Konflikt“… Das mag wohl ein Grund sein, warum viele Marketer Erzählungen als vermeintliche Stories präsentieren.

Storytelling ist bei richtigem Einsatz und guter Umsetzung ein absoluter Erfolgsgarant, jedoch gibt es eben nicht jede Woche eine wirklich packende Geschichte zu erzählen. Lieber selten und dafür exzellente Stories erzählen und in der Zwischenzeit auch gerne mit der guten alten Erzählung Content schaffen.

Sie haben Fragen zu Storytelling und wollen sich beraten lassen? – Sprechen Sie mit unserem Texter Team! Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.

Marion Hiller-Osinger

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